Italienurlaub lieber im Norden oder im Süden? Eine Typfrage

Italienurlaub lieber im Norden oder im Süden? Eine Typfrage
Italienurlaub steht bei Deutschen hoch im Kurs. Vollkommen zurecht natürlich. Es gibt eigentlich keine Gründe, die gegen einen Urlaub in Italien sprechen: das Klima, das Meer, der kulturelle und historische Reichtum und natürlich das leckere Essen machen das Land unglaublich attraktiv für ausgedehnte Reisen ebenso, wie für Wochenendausflüge und Städtetrips. Doch bevor es an die konkrete Planung geht, stellen sich viele Reisende eine alles entscheidende Frage: Machen wir Italienurlaub im Norden oder im Süden? Das ist ganz klar eine Typfrage. Natürlich haben beide Landesteile ganz ureigene Merkmale, die sie besonders attraktiv machen. Darum soll dieser Artikel auch nur eine grobe Orientierung geben, für alle, die sich fragen, wo in Italien sie ihren Urlaub günstig buchen können oder sollen.

Für wen ist ein Urlaub in Norditalien geeignet?

Der Norden Italiens ist besonders gut geeignet, für Menschen, die gerne einen möglichst naturnahen Urlaub verbringen möchten. Wanderungen und geführte Exkursionen in die Natur sind hier beinahe Pflichtprogramm. Nicht nur deshalb, weil vielerorts das Meer nicht gerade vor der Haustür liegt, sondern auch, weil den Norditalienern der Naturschutz und die traditionelle Nähe zu ihrem Lebensraum sehr am Herzen liegt.

Außerdem eignet sich Norditalien besonders gut für einen Kurzurlaub im Mittelmeerraum. Durch die geografische Nähe zu Österreich und der Schweiz, sind die nördlichen Regionen Italiens auch für deutsche Urlauber relativ unproblematisch zu erreichen. Ein Wochenende in der italienischen Alpenregion zum Skifahren oder Wandern, ein Städtekurztrip nach Pisa oder Turin, zum Shoppen nach Mailand – die Reiseziele in den nördlichen Gefilden sind sehr gut und schnell zu erreichen.

Nicht zuletzt die geringe Anreisezeit und die Nähe zu Deutschland sind auch der Grund dafür, dass die norditalienischen Regionen und Städte zu den beliebtesten Reisezielen gehören. Dort trifft man also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf Gleichgesinnte und trifft immer jemanden, mit dem man neue Bande knüpfen kann. Ganz ohne Sprachbarrieren. Und weil das auch die Italiener wissen, sind in Norditalien auch viele Einheimische Fremdsprachen mächtig.

Für wen ist ein Urlaub in Süditalien interessant?

Der Süden des Landes ist sehr viel mediterraner. Nicht nur in Sachen Lebensgefühl und Kulinarik, sondern auch kulturell und historisch. Die Geschichte des Südens ist sehr viel bewegter, als die Norditaliens, hier haben die Turkvölker, Nordafrikaner, Araber, aber auch die Spanier und Stauffer in Sprache, Architektur und Mentalität deutliche Spuren hinterlassen. Wer also ein ausgeprägtes Interesse an Kultur und Geschichte hat, sollte dem Süden beim nächsten Urlaub den Vorzug geben.

Diese Verschmelzung der Kulturen über die Jahrtausende hat zusammen mit der geografischen Lage direkt an drei unterschiedlichen Meeresgebieten dafür gesorgt, dass in Süditalien eine ganz eigene Kulinarik entstanden ist. Nicht nur, dass für Liebhaber von Fisch und Meeresfrüchten wahre Gaumenfreuden bereit hält. Sie basiert andererseits auch viel auf Hülsenfrüchten und hebt sich in ihrer Zubereitung und Würze vollkommen von der norditalienischen Küche ab.

Wem neue kulinarische Entdeckungen und Kulturschätze noch nicht genug sind, der darf sich in Süditalien über sehr herzliche Menschen freuen, die ihn mit ihrer Unkompliziertheit und Wärme überwältigen werden. Im Gegensatz zu den etwas reservierteren Norditalienern, schließen die Süditaliener Besucher schnell ins Herz und nicht selten erwachsen daraus Freundschaften fürs Leben. Wer den Kontakt zu Einheimischen sucht, ist im Süden Italiens bestens aufgehoben.


Foto von La So on Unsplash

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