5 Dinge über Italien, um sich auf Land und Leute einzulassen

5 Dinge über Italien, um sich auf Land und Leute einzulassen Trotz der Sprachbarriere, mit der man sich als Italienreisender oft konfrontiert sieht, ist das Land und das Lebensgefühl der Italiener für Urlauber einer der Hauptgründe, Italien zu besuchen. Und für viele ist es nicht nur ein Traumreiseziel, sondern mit seinem Flair und seiner Ausstrahlung Grund genug, immer wieder zu kommen. Ganz gleich, ob man sich bei jedem Urlaub auf einen neuen Ort in Italien einlässt, um die gesamte Vielfalt des Landes kennenzulernen, oder ob man sein Lieblingsreiseziel schon vor Jahren und Jahrzehnten gefunden hat und sich dort wie im zweiten Zuhause fühlt. Nichtsdestotrotz hier eine Hand voll Dinge, die bei Italien-Erfahrenen die Sehnsucht schüren und bei Italien-Anfängern die Vorfreude intensivieren werden:

1. Sowas wie „italienisches Essen“ gibt es nicht

Beim Lieblingsitaliener um die Ecke wissen wir, was uns erwartet. Wir kennen die Karte, wissen wie die Pizza und die Pasta schmecken und sündigen regelmäßig beim Dessert mit Tiramisu. Kaum jemand, der mit „italienischem Essen“ vertraut ist, würde vermuten, dass es Gegenden gibt, in denen etwa Tomaten in den typischen Gerichten überhaupt nicht vorkommen.

Jede Region in Italien hat ihre eigene Persönlichkeit, seinen eigenen Dialekt und seine eigene Küche – geprägt von dem, was die Erde in der entsprechenden Gegend hergibt. Und das kann den ein oder anderen Urlauber verdutzt zurücklassen, wenn er ein typisch lokales Gericht bestellt. Die eigene Vorstellung davon, was man für „typisch italienisches Essen“ hält, kann bisweilen ziemlich durchgeschüttelt werden. Von sogenanntem „italienischem Essen“, das nicht regional-typisch ist, sollte man sich darum besser fernhalten – die Chance, dass man in einem überteuerten Touristenlokal landet, ist nämlich in dem Fall ziemlich hoch.

Aber: Das macht den Urlaub in Italien aber umso spannender.

2. In Sachen Geld ticken die Italiener sehr „deutsch“

Im Alltag bezahlen nicht nur die Deutschen immer noch bevorzugt mit Bargeld. Auch die Italiener zücken für Alltagsdinge in aller Regel noch den Euroschein (oder die -münze): vom Frühstückskaffee bis zum Abendessen und allem dazwischen.

Wer es gewohnt ist, seine Einkäufe üblicher Weise mit EC- oder Kreditkarte zu zahlen könnte es also befremdlich finden, wenn der Kellner, besonders in einem kleinen Restaurant, zögert, die Kreditkarte anzunehmen. Das hat auch damit zu tun, dass in Italien der Gedanke an „König Kunde“ nur wenig verbreitet ist – was für den Inhaber umständlich ist (z.B. Transaktionsgebühren bei Kartenzahlung), muss der Kunde hinnehmen.

Aber: Keine Sorge. In den allermeisten (besonders in den großen) Hotels des Landes ist Kartenzahlung kein Problem. Ebensowenig am Bahnhof.

3. Ein leeres Restaurant ist kein schlechtes Restaurant

Üblicher Weise heißt es, ein Restaurant, das schlecht besucht ist, sollte man lieber meiden. Speziell im Urlaub wird dieser Maßstab gerne angelegt. Allerdings unterscheidet sich ein italienisches Restaurant von anderen auch in dieser Hinsicht:

Nicht jedes gut besuchte Restaurant in Italien spiegelt dessen Qualität wieder. Man sollte vielmehr darauf achten, ob auch Italiener und vor allem Ortsansässige das Restaurant besuchen. Überwiegen Touristen, kann es sein, dass das Lokal nur entweder günstig gelegen ist oder eine Kooperation mit Reiseveranstaltern besteht.

Darüber hinaus sollte man die Uhrzeit im Blick haben. Restaurants in Italien, speziell an touristischen Orten, orientieren sich mit ihren Öffnungszeiten gerne an den Urlaubern. Denn die Italiener selbst essen zu anderen Zeiten, als man sie etwa im deutschsprachigen Raum gewohnt ist. Wer also zur „Abendessenszeit“ ins Restaurant geht, darf sich nicht wundern, wenn nur wenige Tische besetzt sind.

4. Entspannung, Dolce Vita und der ganze Rest

Das Konzept „Zeit“ ist in Italien ein anderes als in vielen anderen Ländern der Welt. Das Frühstück wird meist im Stehen und auf einen Espresso und ein Süßstückchen reduziert eingenommen. Und die Autofahrer halten sich alle für Formel-1-Fahrer. Aber generell sind die Italiener nicht mit der Uhr verheiratet…

Am besten versucht man, sich im Urlaub auf diese Mentalität einzulassen. So vermeidet man Frust, wenn man nach dem Essen eine kleine Ewigkeit auf die Rechnung oder am Bahnhof eine tatsächliche Ewigkeit auf den Zug warten muss – Entspannung gehört zum Dolce Vita eben dazu. Und immerhin ist man im Urlaub.

5. Apropos Züge und Zeit in Italien

Es gibt wenig mehr worüber sich die Italiener mehr beschweren, als über permanent verspätete Züge. Deren Unpünktlichkeit ist berühmt berüchtigt. Allerdings in Summe sind sie immer noch pünktlicher als die Deutsche Bahn. Und besonders die Schnell- und Langstreckenzüge sind im Großen und Ganzen sehr zuverlässig.

Nichtsdestotrotz kommt es vor, dass der ein oder andere Bahnstreik für Verspätungen sorgt oder – gerade in abgelegeneren Landesteilen – ein schlecht ausgebautes Schienennetz die Züge ausbremst. Dennoch sind und bleiben sie die komfortabelste Art und Weise, das Land zu bereisen. Besonders, wenn man in urbaneren Gegenden und Metropolen Urlaub macht.

Es wird sicher Orte geben, an denen einem ein eigenes Auto oder Bus lieber wäre. Aber in den meisten Fällen sind Züge als Verkehrsmittel in Italien absolut empfehlenswert und entgegen der Wahrnehmung der Italiener doch öfter pünktlich als übermäßig zu spät.

Diese Information sollte man vor allem auch im Hinterkopf behalten, wenn man in Italien Urlaub mit eigener Anreise plant.


Foto von Griffin Wooldridge von Pexels

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